Hedelfingen

Hedelfingen befindet sich im südöstlichen Bereich von Stuttgart, am linken Ufer des Neckars. Zu diesem gehören die Stadtteile Hafen, Hedelfingen, Lederberg und Rohracker. In Hedelfingen leben rund 1.246 Einwohner je km². Der Stadtbezirk grenzt im Süden an Esslingen-Weil, im Norden an Wangen, am anderen Ufer der Neckar an Ober- und Untertürkheim und im Westen an Heumaden.

Geschichte

1246 wurde Hedelfingen erstmalig in Dokumenten erwähnt, da die Herzöge von Teck dort Güter deponiert hatten, die aus dem zähringischen Erbgut stammten. Im 12. und 18. Jahrhundert soll der Stadtbezirk von einer Kirche in Weil bei Esslingen versorgt worden sein, da diese zum ansässigen Kloster St. Blasien gehörte. Am 21. September 1910 wurde, mit der Einweihung des neuen Rathauses, zugleich die neue Straßenbahnlinie Stuttgart-Hedelfingen eröffnet.

Die Eingemeidung nach Stuttgart fand am 01. April 1922 statt. Heute ist Hedelfingen ein Weinanbauort mit viel Grünfläche.

Hedelfingen

Sehenswürdigkeiten

In Hedelfingen finden sich viele, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, die dem Stadtbezirk einen gewissen Flair verleihen.

  • Alte Pfarrkirche Hedelfingen aus dem 15. Jahrhundert
  • Die Otto-Hirsch-Brücken
  • Den Otto-Hirsch-Gedenkstein

Otto Hirsch war Stuttgarter Rechtsrat und späterer stellvertretender Vorsteher der „Reichsvereinigung der deutschen Juden“. Er setzte sich international – meist vergeblich – für die Aufnahme emigrierter deutschen Juden in anderen Ländern ein. Trotz sicherer Jobangebote im Ausland, fernab der Judenverfolgungen und Ermordung, blieb er seinen Leidensgenossen treu. Er verstarb später, aus ungeklärter Ursache, im KZ Mauthausen.